Salutogenese

Hervorgehoben

Die Salutogenese, oder Salutophysiologie ist ein neuer Angang an die Hebammenbetreuung der, unabhaengig vom medizinischen Modell, den Hebammen ein eigenes theoretisches Berufsmodell anbietet. Es gruendet auf Ressourcen, biologischen Kompetenzen der Frauen und Kinder und Copingfaehigkeiten im Umgang mit dem Ereignis Mutterschaft und Umwelt.

Im Moment ist dieses Modell noch Pionierarbeit. Deshalb moechte ich diese Plattform oeffnen, wo ihr sowohl Arbeiten der Studentinnen des Lehrgangs ueber Salutogenese finden, eure eigenen Arbeiten und Erfahrungen mit Saluogenese veroeffentlichen, und euch ueber das Thema austauschen koennt. Wir koennen diesen virtuellen Raum zusammen gestalten und so zur Verbreitung der Salutophysiologie beitragen.

Hebammen fordern Gesundheit von Anfang an

HEBAMMEN

Die Hebamme ist eine Frau. Auch wenn es heute einige Männer gibt, die den Hebammenberuf ausführen, ist die Hebamme traditionell und funktionell eine Frau, die durch ihr eigenes Frau-sein die Intimität mit anderen Frauen teilen kann. In früheren Zeiten war die Hebamme eine reife Frau, häufig eine Witwe, oder eine Frau mit erwachsenen Kindern – lebenserfahren – die ihren Beruf aus Leidenschaft und Mitleid ausführte, häufig ohne Lohn. Ihre Eigenschaften waren Mut, Kraft, Weisheit, Unabhängigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Wissen.  Mit der Akademisierung der Geburtshilfe, werden die ersten Schulen für Hebammen eingerichtet, von Ärzten geführt.  Die Hebammen werden jung ausgewählt, unerfahren, ohne eigene Kinder. Ihre moralischen Eigenschaften sind nun andere: sie sollen ehrbar, bescheiden und mässig sein, mit guten Sitten, keusch und dezent, anpassbar. Sie werden angestellt, bezahlt und müssen ihren Vorgesetzten ihr Tun rechtfertigen. Der Beruf ohne medizinische Ausbildung wird verboten und damit werden die alten erfahrenen, eigenständigen Hebammen abgesetzt. Die Ärzte übernehmen die Kontrolle über die Hebammen, ihr Wissen und Handeln und über die Geburtshilfe. Von Seiten der gebährenden Frauen waren diese jungen gebildeten Hebammen nicht gut angesehen und so lange wie möglich suchten sie die alten Wehmütter auf, wie sie von da an verächtlich genannt wurden.

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Der Schmerz als Geburtshelfer

 Schmerz ist zentraler Aspekt, einschneidend und gefuerchtet bei der physiologischen Geburt. Nach Werten und Interpretation unserer Wohlstandsgesellschaft ist er ueberfluessig und sinnlos. Zusammen mit der Ueberfluessigkeit des Geburtsschmerzes ist das Gebaeren selbst  ueberfluessig geworden, der Kaiserschnitt nimmt die Ueberhand (in Italien 32%, in Sueditalien 54%), er erscheint als eine saubere, schmerzlose, muehelose Geburt. Von dieser sozialen Einstellung wird die Information durch die Massmedia gefaerbt und die Frauen werden weiterhin getaeuscht und belogen. Eine schwangere Frau heute muss den Schmerz waehlen, wenn sie eine physiologische Geburt haben will und das ist natuerlich sehr schwierig, sich dafuer bewusst zu entscheiden und ihn  aktiv anzunehmen. Haeufig ist die Haltung der Frauen zurueckhaltend oder in Verteidigung. Die innere Haltung der Frau wirkt sich aber auf den Koerper und auf das ganze Geburtsgeschehen aus.

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Beckenboden und selbstwertgefuehl

Wir wissen, dass der Beckenboden mit der Koerperhaltung zu tun hat.

Wir wissen, dass die Koerperhaltung Ausdruck unseres Wesens ist. Dass sie sich gegenseitig beeinflussen.

Wir wissen, dass der Muskel Levator ani das Gleichgewicht im kleinen Becken determiniert und mit den anderen Diaphragmen des Koerpers kommuniziert, durch das Fasziengewebe, die Baender und durch seine Verbindung mit dem Ileopsoas und den Pfeilern des Zwerchfells.

Wir wissen, dass er waehrend der Geburt Kind und Plazenta mit viszeralen, peristaltischen Bewegungne nach aussen schiebt.

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